Vom Scheidungskind zum größten deutschsprachigen Immobilien-Netzwerk.
Mike Grammel (28) ist deutscher Immobilienunternehmer und Gründer von BetonGold Immobilien in Freiburg. Mit knapp 200.000 Followern auf Instagram, TikTok und YouTube betreibt er einen der größten Immobilienkanäle im deutschsprachigen Raum. Seine Spezialisierung: Immobilieneinsteigern den Vermögensaufbau mit vollverwalteten Kapitalanlagen in A-Lagen so einfach zu machen wie das Investieren in einen ETF.
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Aufgewachsen mit 1.000 € im Monat
Mike Grammel wächst als Scheidungskind in Heilbronn auf. Seine alleinerziehende Mutter, seine Schwester und er. Oft mit nicht mehr als 1.000 € im Monat für drei Personen. Kein Geld für Urlaube, kein Geld zum Essengehen, oft nicht die Gewissheit, wie der nächste Monat bestritten wird.
Diese Unsicherheit prägt ihn bis heute: „Mir war eine Sache klar: Ich möchte nie wieder im Mangel von Geld leben.“ Seine Logik als Jugendlicher ist simpel – vermögende Menschen besitzen Immobilien, also studiert er Immobilienwirtschaft. „Das war komplette Naivität. Aber rückblickend eine der besten Entscheidungen meines Lebens.“
Der Werdegang von Mike Grammel
Kindheit in Heilbronn
Aufgewachsen als Scheidungskind bei alleinerziehender Mutter. Geld ist knapp, die Prägung bleibt.
Duales Studium Immobilienwirtschaft, Stuttgart
Der Plan: verstehen, warum vermögende Menschen Immobilien besitzen.
Die erste eigene Immobilie mit 21
2-Zimmer-Wohnung in Freiburg, gegen den Widerstand der Mutter. Bis heute im Bestand.
Abteilungsleiter Portfoliomanagement
Nach dem Studium Umzug nach Freiburg. Verantwortung für ein 100+ Mio. €-Portfolio bei einem der größten Bestandshalter Deutschlands. Parallel: Aufbau eines siebenstelligen Privatbestands.
Gründung BetonGold Immobilien
Raus aus der Konzernstruktur. Die Idee: Immobilien-Investment so einfach wie ein ETF – vollverwaltet, in A-Lagen.
300+ Investoren, 200.000 Follower
Über 50 Mio. € begleitetes Dealvolumen, eines der größten Immobilien-Netzwerke im deutschsprachigen Raum.
100 Millionen Euro Verantwortung und ein Einblick, den Privatanleger nie bekommen
Als Abteilungsleiter Portfoliomanagement verwaltet Mike mit seinem Team ein über 100 Mio. € schweres Immobilienportfolio und verantwortet strategische An- und Verkäufe. An den Verhandlungstischen sieht er, wie institutionelle Großinvestoren Immobilien für steuerliche Strukturen nutzen, die den meisten Privatpersonen unbekannt sind.
Zwei Dinge treiben ihn aus dem Konzern: die Trägheit der Gremien-Entscheidungen und immer mehr Anfragen aus dem Umfeld von Menschen, die in Immobilien investieren wollen, aber an Komplexität und Markteintrittsbarrieren scheitern. 2023 gründet er BetonGold Immobilien. Der Name bewusst nicht „Grammel Immobilien“: „Ich wollte etwas, das unabhängig von mir funktioniert.“ Betongold, weil Immobilien Sicherheit in Krisenzeiten bedeuten. Genau das, was ihm in der Jugend fehlte.
Seine Mutter hielt die erste Wohnung für einen Fehler, heute besitzt sie ein Mehrfamilienhaus
Als Mike mit 21 seine erste vermietete Wohnung kauft, ist seine Mutter die größte Gegnerin des Projekts: zu riskant, zu groß, zu früh. Mike kauft trotzdem.
Sieben Jahre später besitzt sie ein eigenes, komplett vermietetes Mehrfamilienhaus, von Mike organisiert und saniert. „Heute lachen wir beide darüber.“ Für Mike zeigt die Geschichte, was in Deutschland typisch ist: Das Eigenheim kennt jeder, die vermietete Immobilie gilt als Risiko. „Wichtig ist, sich zu fragen: Kommt der Rat von jemandem, der Ahnung von der Materie hat oder von jemandem, der einen nur schützen will?“
Wofür Mike Grammel steht
Wertsteigerung schlägt Cashflow. Die halbe Branche predigt Cashflow als entscheidenden Faktor. Mike hält das für falsch: Die Wertentwicklung einer Immobilie ist deutlich wichtiger — deshalb ausschließlich A-Lagen, wo die Entwicklung am nachhaltigsten ist.
Schulden sind ein Werkzeug. Angst vor Schulden ist ein deutsches Problem. Entscheidend ist der Unterschied zwischen Konsum- und Investmentschulden: Hinter einer Immobilienfinanzierung steht immer ein realer Gegenwert. Im Worst Case wird die Immobilie veräußert und löst die Schulden ab.
Immobilien so einfach wie ein ETF. Ab 100 € monatlicher Sparrate — die Summe, die jeder auch in einen ETF steckt. Vollverwaltet, weil Spitzenverdiener weder Zeit noch Expertise für Mieterverwaltung haben. Das Ziel: das Amazon für Immobilien.
So viele Rentenlücken wie möglich schließen
Was Mike antreibt, ist Fortschritt — und ein strukturelles Problem: Seine Generation läuft auf eine Rentenkatastrophe zu, die erst sichtbar wird, wenn es zu spät ist. Die Mission hinter BetonGold: mit 50–100 € im Monat so viele Rentenlücken wie möglich schließen. „Etwas, das die Politik nicht hinbekommt. Also nehmen wir es selbst in die Hand.“
Privat: fünf- bis sechsmal Sport pro Woche — Kraftsport, Joggen, Rennrad. „Für mich gibt es nichts Wichtigeres, als dass Geist und Körper im Einklang stehen.“ Und sein größter Fuck-up? Eine Zwangsversteigerungs-Wohnung, gekauft 2023 — dann kam die Zinswende und keine Bank finanzierte. Kurz vor der eigenen Zwangsversteigerung fand er eine Lösung und schloss das Projekt mit Gewinn ab. Sein Fazit: „Egal wie schlecht die Karten sind — das Spiel kann trotzdem gewonnen werden.“
„Du bist nicht das, was du sagst. Du bist das, was du machst.“
Immobilien haben gegenüber allen anderen Anlageklassen einen riesigen Vorteil: Wir bauen Vermögen aus dem Bruttogehalt auf, nicht aus dem Netto.